Der Naturpark – ein Refugium an besonderen Pflanzen
Im Naturpark Dobersberg sind mehr als 50 verschiedene krautige und holzige Pflanzen beheimatet, die heute als potenzielle Heil- bzw. Giftpflanzen wissenschaftlich anerkannt sind. Wir stellen unseren Gästen einige dieser faszinierenden Parkbewohner vor und entdecken ihre interessanten Geheimnisse.
Heil- oder Giftpflanze? Eine heikle Frage
Was man unter einer Heil- oder Giftpflanze versteht, ist gar nicht so eindeutig, denn die Grenzen sind hier z.T. fließend. So gelten etwa Beinwell, Schöllkraut oder Efeu als Giftpflanzen, werden aber auch in der Pflanzenheilkunde eingesetzt. Sogar die giftigsten europäischen Pflanzen, Blauer Eisenhut und Roter Fingerhut (beide kommen ebenfalls im Naturpark vor!), gelten als bedeutungsvolle Heilmittel in der Hand des kundigen Arztes.
Wann, wie, warum und wofür eine Pflanze eingesetzt werden kann/darf, ist von zahlreichen Faktoren seitens der Pflanzen und des Verbrauchers abhängig. So richtet sich etwa die therapeutische Breite einer Pflanze z.B. nach ihrer Qualität und Quantität. Der weise Ausspruch des Arztes Paracelsus (16.Jh.): „Dosis facit venenum – Die Dosis entscheidet über das Gift“, gilt heute nach wie vor. Weiters ist auch bedeutungsvoll, welche Person die Pflanze verwendet. Die individuelle Reagibilität auf eine Pflanze kann von Person zu Person sehr unterschiedlich ausfallen. Exaktes und umfangreiches Wissen ist hier also unerlässlich!
Die Heil- & Giftpflanzen im Naturpark – Nicht zum Sammeln!
Es wird nicht empfohlen, die im Naturpark Dobersberg vorhandenen Heil- & Giftpflanzen zu sammeln oder gar für die Selbstanwendung zu gebrauchen. Bereits der Hautkontakt/die Berührung einer Pflanze, kann zu unangenehmen Effekten führen (z.B.: Hautschäden, Allergien, Übelkeit u.a.). Für Missachtung dieser Empfehlung und möglicher Folgeschäden, übernimmt der Besucher selbst voll und ganz die Verantwortung!
Unser Ziel – die spannende Vermittlung
Die natürlich gewachsenen Heil- & Giftpflanzen des Naturparks weisen überraschende Eigenschaften und Geschichten auf, die es wert sind, darüber zu erfahren. Wir wollen dazu informieren und inspirieren, sich mit diesen faszinierenden Pflanzen näher zu beschäftigen und ihnen die verdiente Wertschätzung entgegen zu bringen. Dazu laden wir unsere Gäste herzlich ein. Die botanischen Grundinformationen werden hier bewusst vernachlässigt, weil sie in gängigen Informationsquellen nachlesbar sind.